Schulterherein auf diagonalen Linien über die gesamte Bahn

Der Reiter kommt auf der linken Hand und reitet in die Ecke, vor Verlassen der Ecke stellt und biegt er sein Pferd leicht nach außen (1), so dass er im Schulterherein auf die diagonale Linie (2) gehen kann. In Gedanken zeichnet er eine diagonale Linie zur Pylone A. Die Linie gibt Richtung und Steigung der Diagonalen vor. Dadurch definiert sich, wie viel das Pferd seitlich und dabei vorwärts tritt. In der Grundübung mit der langen Diagonalen zur Pylone A ist es nur eine leichte Seitwärtsbewegung, die mehr vorwärts als seitwärts beinhaltet.
Wichtig ist hierbei, dass sich das Pferd auf der diagonalen Linie immer parallel zur langen Seite der Reitbahn bewegt, nur so muss es mit dem inneren Hinterbein seitlich unter den Schwerpunkt fußen.

Der Reiter reitet im Schritt Schulterherein die gesamte Diagonale (3) zur Pylone A. Kommt er bei der Pylone an, richtet er sein Pferd gerade und geht die ganze Bahn, um die Übung von der anderen Seite her zu arbeiten (6).

Erleichterung der Grundübung
In der gesamten Übung geht es immer um eine Ausführung, die das Pferd-Reiter-Paar in mehr Leichtigkeit führt. So ist es anfangs und auch für unerfahrene Pferde oder Reiter immer eine gute Option, das Schulterherein beispielsweise auf Höhe der Mittellinie zu beenden und geradeaus zu reiten (5). Am Ende der Mittellinie wendet der Reiter auf die neue Hand (6), um die Aufgabe auf der anderen Seite auszuführen.

Das Schulterherein auf der gesamten Diagonalen ausgeführt, ist eine Aufgabe, die sich entwickeln darf! Je mehr der Reiter auf Schwung und Leichtigkeit in der Ausführung bedacht ist, desto wirkungsvoller wird das gesamte Training.

 

Zwei wichtige Dinge sollte der Reiter in der Ausführung immer beachten: Das Pferd bewegt sich im Seitengang auf den diagonalen Linien immer parallel zur langen Seite der Bahn! Und der Reiter beendet die Seitwärtstritte auf einer Diagonalen sofort und geht geradeaus, wenn er bemerkt, dass sein Pferd den Schwung verliert und die gesamte Aufgabe bis zur Pylone noch zu schwierig ist. Es fördert Bewegungsfluss und Leichtigkeit in der Ausführung, wenn der Reiter nach ein paar dynamischen und gut gelungenen Tritten sein Pferd ins Geradeaus entlässt. Beendet wird dabei die Seitwärtsbewegung immer auf einer geraden Linie, sozusagen auf einer Parallelen zur Mittellinie beziehungsweise zu der langen Seite der Bahn.

Viel Spaß beim Trainieren!

 

Weitere Aufgaben zur Vertiefung des Themas findest Du in dem Trainingsbuch ‘Reit-Ideen für jeden Tag’, Band II.
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