Schulterherein & Diagonale Linien

Aufstellung und Linienführung der Aufgabe bleiben gleich wie in den einführenden Übungen, im Blogeintrag 2. Die Ausführung unterscheidet sich nun nur darin, dass die diagonalen Linien fortwährend im Schulterherein ausgeführt werden.

Warum in der Schulterhereinbewegung?
Im Schulterherein ist das Pferd gegen die Bewegungsrichtung gestellt und leicht gebogen. Dabei ist es wichtig, dass der Reiter sein Pferd auffordert, mit dem inneren Bein seitlich unter den Schwerpunkt zu treten. So entwickelt sich eine solide Tragkraft in der Hinterhand und daraus entsteht ein reifes Balancegefüge zwischen Pferd und Reiter. Im Laufe der Übungsabfolgen beginnt sich das Pferd, vermehrt auf die Hinterhand zu setzen.

Aufgabe
Der Reiter kommt in unserem Beispiel die lange Seite auf der rechten Hand, reitet in die Ecke und wendet auf die Mittellinie oder auf einer Parallelen dazu ab (1).
Auf dieser Linie geht er ein paar Tritte geradeaus, ehe er sein Pferd in ein Schulterherein auf eine Diagonale (2) mit Fokus (gestrichelte Linie) auf die Pylone A bringt. Mit Fokus auf Pylone A reitet er ein Schulterherein auf der diagonalen Linie. Er bleibt für 2-3 Ausführungen auf der gleichen Hand, um Routine in die Aufgabe zu bekommen.

Für einen Handwechsel kann der Reiter einen Zirkel einfügen, um daraus aus dem Zirkel die Hand zu wechseln. – Wichtig ist es, die Aufgabe immer gleichmäßig auf beiden Seiten zu arbeiten.

Der Reiter kann die Aufgabe weiterführen, indem er die Pylone B fokussiert. Ein Schulterherein auf dieser flachere diagonale Linie verlangt bereits ein stärkeres Seitwärtstreten, korrekt ausgeführt bringt es eine Beckenrotation mit sich. Daraus entwickelt sich eine gute und wirkungsvolle Gymnastizierung der Hinterhand.

Bitte immer daran denken: Pferde dürfen gefordert, jedoch nicht überfordert werden! Kehre zu Leichterem zurück, wenn sich Schwierigkeiten einstellen.

Viel Spaß beim Trainieren!

 

Weitere Aufgaben zur Vertiefung des Themas findest Du in dem Trainingsbuch ‘Reit-Ideen für jeden Tag’, Band II.
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