Übung

Der Reiter kommt auf der linken Hand, reitet beispielsweise in die Ecke und biegt auf die Viertellinie der Bahn (1), ähnlich einem ‚Aus der Ecke kehrt‘.

Auf einer Linie, parallel zur langen Seite beginnt der Reiter ein Schulterherein auf einer diagonalen Linie (2). Nach 3-4 Tritten wendet er in eine Volte nach links (3). Er beendet die Volte, sobald er wieder parallel zur langen Bahnseite ankommt. Von hier aus arbeitet er erneut 3-4 Tritte im Schulterherein auf einer diagonalen Linie (4). Im Anschluss richtet er sein Pferd gerade (5), wechselt die Hand und reitet die Kombination ‚Schulterherein auf diagonaler Linie und Volte‘ auf der rechten Hand.

 

Schon bemerkt?

Die Abfolge ist so aufgebaut, dass der Reiter immer in gleicher Stellung und Biegung arbeitet. Über die erste enge Kehrtwendung (1) holt sich der Reiter über seine Sitzposition die gewünschte Biegung des Pferdes. Er initiiert die Schulterhereintritte (2) durch minimale Gewichtsimpulse hier von links nach rechts, von innen nach außen. Um daraus auf die Volte (3) zu wenden, dreht er seine Schultern mit Becken minimal nach links, sein Gewicht ist zentriert und gibt nur ein paar feine Impulse nach links. Am Ende der Volte bringt der Reiter sein Pferd durch seine Position und Gewichtshilfen erneut in ein Schulterherein (4) und löst dieses durch ein Zentrieren und Aufrichten in seinem Körper aus (5). Das Geraderichten erfolgt rein über seinen Sitz, sein Oberkörper richtet sich auf, während die Beine ihre Position nur minimal abschwächen. Das innere Reiterbein, hier das Linke gibt den Impuls zum Vorwärts.

 

Fazit: Der Reiter bleibt während der gesamten Ausführung in einer Position sitzen, seine Hände sind ruhig, wirken nur minimal, beispielsweise die Äußere in den Schulterhereintritten als Unterstützung des äußeren Beines. Die Aufgabe wird rein über feine, kaum sichtbare Gewichtsimpulse ausgeführt.

Der Reiter lernt hierbei wie er sein Pferd nur durch Veränderung der eigenen Balance führen kann.

Viel Vergnügen beim Reiten!