Wertvolle Gedanken zum gestrigen Blogeintrag No. 48 ‘Gutes Training braucht Zeit’ :

Das Beobachten, Planen, Aufschreiben und Reflektieren meiner Arbeit mit den Pferden über Jahre, zeigte und zeigt mir den Weg zu einem aufmerksamen Studium und Selbststudium. Ich begann intensiv zu forschen und tauchte tiefer und tiefer ein in traditionelle Reitkulturen. Die konzentrierte Arbeit und der immense Hintergrund, der sich mir dadurch eröffnete, bilden die Grundlage meines Wissensschatzes. Daraus entstehen und entstanden unsere Werke, die einladen, in eine Art zu reiten einzutauchen, die vielerorts als Kunst verehrt wird.

Wir vergessen oft wie wir angefangen haben, von wo wir begonnen haben und verlieren dadurch auch den Blick dafür, was sich alles bereits entwickeln durfte. Dinge, die leicht und mühelos funktionieren, laufen mittlerweile wie selbstverständlich ab. Sie fließen einfach. Dann verlieren wir das Gefühl dafür, was alles bereits geschehen ist und wie viel wir bereits erreicht haben.
Ungut wird es, wenn wir uns nur auf die Dinge konzentrieren, die nicht funktionieren. Nicht selten führt dieser Weg in eine Sackgasse. So verschwende Deine Gedanken nicht an das, was nicht funktioniert, sondern fokussiere die Dinge, die funktionieren und stärke diese.

 

 

Gutes Training formt das Pferd – Körper und Geist reifen, zeigen Anmut in den Bewegungen und Stärke im Charakter.

Neben dem Faktor Zeit ist Kontinuität der Schlüssel zur Feinheit. Ein beständiges Training, durchdacht und auf das Pferd-Reiter-Paar abgestimmt, führen langfristig zum gewünschten Erfolg.

Das Umstellen eines Bewegungsapparates benötigt ein Jahr, das Erhalten und Setzen ein Weiteres. Gesunderhaltendes Training entwickelt sich über Jahre. Das gilt für den Menschen, wie auch für das Pferd. Die Jahre der Ausbildung wie die Jahre des Festigens und Erhaltens bilden den Genuss der Reise!

Viel Vergnügen dabei!

Auszug aus Reit-Momente, dem Trainingsplaner.